Welche Weichen werden 2026 in Sachen Gesundheit gestellt? Worauf können sich Patientinnen und Patienten freuen, was wird sich ändern? Darum ging es auf dem Neujahrsempfang im Klinikum Gütersloh am vergangenen Sonntag, mit vielen prominenten Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medizin. Zum Auftakt hat Bürgermeister Mathias Trepper einen Blick auf das neue OP-Gebäude des Klinikums Gütersloh geworfen. Mit sieben neuen OP-Sälen, moderner Lüftungs- und Klimatechnik und einem Hybrid-OP, der unter anderem für die Gefäßchirurgie und die Kardiologie genutzt werden kann und im Herbst beim Tag der offenen Tür von über eintausend Gütersloherinnen und Güterslohern für einen Blick hinter die Kulissen besucht worden ist.
„Wir wissen, dass eine leistungsfähige medizinische Infrastruktur kein Luxus ist, sondern die Grundlage für Lebensqualität und Sicherheit in unserer Stadt“, so Matthias Trepper. Die Stadt Gütersloh hat den Bau dieses OP-Gebäudes durch ein Trägerdarlehen unterstützt und damit dem Klinikum die notwendige finanzielle Sicherheit für das Projekt gegeben. Seit Oktober ist der neue OP-Trakt im Betrieb, mit vielen Verbesserungen für Patienten, Mediziner und Pflegekräfte. In 2026 steht der Umbau des bisherigen OP- Trakts, die Renovierung von zwei OP-Sälen und der Bau einer neuen operativen Intensivstation mit 11 Betten an. Ein Projekt, das das Land NRW mit einer Summe von 5,3 Millionen Euro fördert.

Was ändert sich 2026 für Patientinnen und Patienten? Der Neujahrsempfang des Klinikum Gütersloh hat den Fokus auf das Thema Gesundheit gelegt: Andrea Eickhoff (Pflegedirektorin im Klinikum Gütersloh), Dr. Philipp Bula (Ärztlicher Direktor des Klinikum Gütersloh und Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie), Maud Beste (Geschäftsführerin des Klinikum Gütersloh), Andreas Tyzak (Kaufmännischer Direktor des Klinikum Gütersloh).
Die Beiträge für die Gesetzliche Krankenversicherung sind wiederholt gestiegen, Facharzttermine dauern, viele Krankenhäuser schreiben negative Zahlen. Wie können wir das Gesundheitssystem nachhaltig stärken, damit es nicht bei einer Notfallversorgung akuter Beschwerden bleibt? Das war ein wichtiges Thema auf dem diesjährigen Neujahrsempfang. „Eine zentrale Antwort darauf ist Spezialisierung“, sagt Maud Beste, Geschäftsführerin des Klinikums Gütersloh. Das ist auch das Ziel der NRW- Krankenhausreform. Die Idee: Nicht mehr jedes Krankenhaus bietet alle Leistungen von der Geburt bis zur Hüft-OP an, sondern nur noch die Kliniken, die für eine Behandlung die entsprechende Routine, die notwendigen Spezialisten und Strukturen haben. Das Klinikum Gütersloh wird in vielen Bereichen von der Krankenhausreform profitieren. In wesentlichen Bereichen der Kardiologie, der Gefäßchirurgie, der Urologie oder der Plastischen und Handchirurgie bleibt das Klinikum alleiniger Versorger im Kreis Gütersloh. Auch die onkologische Spezialisierung wurde weiter gestärkt. Die Krankenhausreform hat dem Klinikum Gütersloh exklusiv im Kreisgebiet die Leistungsgruppen Leukämie und Lymphome, Lebereingriffe, Pankreaseingriffe, tiefe Rektum-Eingriffe und Operationen bei Eierstockkrebs zugewiesen. Dr. Phillipp Bula, Ärztlicher Direktor des Klinikum Gütersloh: „Das Klinikum Gütersloh hat sich in Richtung Magnet-Klinikum entwickelt, sowohl für Patientinnen und Patienten, als auch für medizinische Fachkräfte.“
2026 könnte ein Jahr wichtiger Weichenstellungen für das deutsche Gesundheitssystem werden. Die gesetzliche Krankenversicherung braucht eine stabile und langfristige Finanzierung. Die Krankenhausreform muss über NRW hinaus in ganz Deutschland verlässlich umgesetzt und finanziert werden. Internationale Krisen und terroristische Angriffe erfordern eine Vorbereitung und Ausstattung der Krankenhäuser für den Ernstfall. Digitale Patientenportale sollen Patientinnen zukünftig aktiver in verschiedene Prozesse und Abläufe im Krankenhaus einbinden. „Schwierigkeiten und Herausforderungen gibt es im Deutschen Gesundheitssystem genug – aber auch jede Menge Möglichkeiten, die sich daraus ergeben“, so Volker Richter, der neue Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikum Gütersloh und Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. Er sieht das Klinikum Gütersloh für die kommenden Jahre gut gerüstet und betonte die Bedeutung einer guten Gesundheitsversorgung als Standortfaktor für Gütersloh.




