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  • 29.10.2026
  • Ausgabe 128
  • RegioCarl

NEUSEELAND – AM ANDEREN ENDE DER WELT -PART2-

Zwischen Großstadtflair, Goldgräberromantik und Segelbooten
Regina Meier zu Verl Redakteurbild

Regina Meier zu Verl

Content-Redakteurin

Fotos: Gisela Krusenotto Text: Regina Meier zu Verl

Von Christchurch bis Auckland: Auf ihrer Reise durch Neuseeland entdeckte Gisela Krusenotto nicht nur atemberaubende Landschaften, sondern auch Städte, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Mal quirlig und modern, mal gemütlich und voller Geschichte. Und manchmal fühlte sich ein Spaziergang beinahe wie eine kleine Zeitreise an.

Zwischen alten Mauern und neuen Ideen

Den Anfang machte Christchurch auf der Südinsel. Eine Stadt, die sich nach schweren Erdbeben in vielen Bereichen neu erfinden musste. Zwischen historischen Fassaden, moderner Architektur und großzügigen Grünanlagen zeigt sich heute, wie gut Vergangenheit und Zukunft zusammenpassen können. Hier begann Giselas Entdeckungstour durch das städtische Neuseeland.

Weiter südlich wartete Queenstown – und damit eine Kulisse, die beinahe zu schön ist, um wahr zu sein. Direkt am tiefblauen Lake Wakatipu gelegen, umrahmt von den mächtigen Remarkables, bietet die Stadt Naturkino vom Feinsten. Doch Queenstown kann mehr als schöne Aussicht. Entlang der Uferpromenade pulsiert das Leben, während die Berge scheinbar gelassen über allem thronen. Für Gisela einer der schönsten Orte ihrer Reise.

Nur einen Katzensprung entfernt liegt Arrowtown. Wer hier durch die Hauptstraße schlendert, könnte beinahe vergessen, welches Jahrhundert gerade geschrieben wird. Kleine Holzhäuser, liebevoll restaurierte Geschäfte und gemütliche Cafés erinnern an jene Zeit, als Goldsucher ihr Glück am Arrow River versuchten. Der große Goldrausch ist längst vorbei, geblieben ist ein Städtchen mit jeder Menge Charme.

Mit Wellington erreichte Gisela die Nordinsel und zugleich die Hauptstadt Neuseelands. Doch wer hier eine hektische Regierungsmetropole erwartet, wird überrascht. Zwischen grünen Hügeln und einer weitläufigen Bucht präsentiert sich Wellington angenehm überschaubar, kreativ und ausgesprochen lebendig. An der Waterfront treffen moderne Gebäude auf maritime Atmosphäre, Cafés laden zum Verweilen ein und die Kunst ist vielerorts zu Hause. Eine Hauptstadt, die nicht unbedingt mit Größe beeindrucken muss, sondern mit Charakter.

In Whitianga auf der Coromandel-Halbinsel übernahm wieder die Natur die Hauptrolle. Türkisfarbenes Wasser, grüne Hügel und versteckte Buchten bestimmen hier das Bild. Der kleine Ferienort ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Küstenlandschaft zu entdecken. Und wer einfach nur aufs Wasser schaut, versteht schnell, warum Neuseeland für viele Reisende ein Sehnsuchtsziel ist.

Zum Finale eine Stadt voller Segel

Den Schlusspunkt setzte Auckland, die größte Stadt des Landes. Hier ragen moderne Hochhäuser in den Himmel, während sich in den Häfen Segelboot an Segelboot reiht. Nicht umsonst trägt Auckland den Beinamen „City of Sails“. Nach all den Bergen, Buchten und historischen Orten zeigte sich Neuseeland noch einmal von seiner großstädtischen Seite. Eine Metropole voller Kontraste, in der das Wasser trotzdem nie weit entfernt scheint.

Für Gisela Krusenotto ging damit eine Reise zu Ende, die weit mehr zu bieten hatte als spektakuläre Landschaften. Es waren auch die kleinen Unterschiede zwischen den Städten, ihre Geschichten und ihre ganz eigene Atmosphäre, die Neuseeland so besonders machten. Und eines dürfte nach dieser Rundreise feststehen: Am anderen Ende der Welt gibt es erstaunlich viel zu entdecken.