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Blut und Blumen am Valentinstag: Schon mal daran gedacht, ein Leben zu verschenken?

Am Valentinstag überreichen sich Verliebte traditionell Blumen und kleine Geschenke. Blutspenderinnen und Blutspender haben noch eine Möglichkeit: Sie können ein Leben verschenken. Genau dies machen Janina Minden (19) und Jan Strottmann (19) aus Porta seit Mai 2023 regelmäßig und fast immer gemeinsam.

Das Pärchen aus Porta Westfalica ist seit vier Jahren zusammen und verabredet sich stets gemeinsam zum Blutspenden. Auf die Idee Blut zu spenden, sind die beiden durch Mindens Eltern gekommen. „Meine Eltern spenden schon seit vielen Jahren“, erklärt die Auszubildende. „Und wir möchten auch etwas beitragen und anderen helfen.“ Den Plan, Blut zu spenden, hatten die Portaner schon lange vor ihrem achtzehnten Geburtstag. Einen Termin zur Erstuntersuchung hat Jan Strottmann aber erst vereinbart, als seine Freundin ebenfalls volljährig war. „Alleine wollte ich nicht anfangen. Zusammen ist man einfach motivierter.“

(Foto Miriam Görmann): Janina Minden (r.) und Jan Strottmann (l.) gehen immer gemeinsam Blut spenden. Dilek Özcan (m.), Mitarbeiterin im Uni.Blutspendedienst OWL, freut sich über das treue Paar.

Und diese Motivation sieht man: Bereits zwölf Spenden haben die beiden Verliebten jeweils in der kurzen Zeit geleistet und denken noch lange nicht ans Aufhören. „Wir gehen gerne zum Blut spenden. Wir freuen uns immer, wenn wir zwei Liegen nebeneinander haben und uns unterhalten können. Dann geht die Zeit schneller rum – besonders beim Thrombozytenspenden“, erzählt Minden. Denn eine Thrombozytenspende dauert zwischen 60 und 90 Minuten. Die Spende kann von Männern und Frauen bis zu 26 Mal im Jahr geleistet werden. Thrombozyten werden vor allem bei der Behandlung von operierten, schwer verletzten oder krebskranken Patienten benötigt und sind nur vier Tage haltbar. „Als Belohnung nach der Spende nutzen wir die Aufwandsentschädigung immer, um gemeinsam etwas Schönes zu unternehmen“, freut sich Strottmann.

Das solche treuen Blutspenderinnen und Blutspender derzeit dringend benötigt werden, sieht man an den knappen Blutspendenzahlen im Januar. Die Lage ist aufgrund der langen Grippe- und Erkältungswelle kritisch. Damit es nicht zu Engpässen in der Versorgung von Patientinnen und Patienten kommt, sind viele Kliniken und Praxen in ganz OWL auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung angewiesen. „Auch bei uns im Uni.Blutspendedienst OWL haben wir derzeit mit einem Engpass zu kämpfen. Damit wir die Blutversorgung auf Dauer gewährleisten können, brauchen wir dringend Blut“, appelliert dr. Attila Mandl, Oberarzt im Uni.Blutspendedienst OWL.

Der Uni.Blutspendedienst OWL hat insgesamt sechs Standorte mit festen Öffnungszeiten in OWL: Bad Oeynhausen, Bünde, Bielefeld, Herford, Minden und seit Januar auch in Gütersloh. „Alle Blutspenden, die an einem unserer sechs Standorte in der Region geleistet werden, verbleiben in Ostwestfalen-Lippe. Wir versorgen die ganze Region mit Blut und Blutprodukten“, erläutert Mandl. Deswegen möchte er alle Spenderinnen und Spender aus OWL zur Spende motivieren: „Bitte kommt Blutspenden. Ob zu zweit oder alleine. Jeder, der sich gesund und fit fühlt, ist bei uns mehr als willkommen.“

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