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Flagge zeigen für Tibet

Tibet Initiative

Gütersloh. Als Zeichen für Menschenrechte wird die tibetische Flagge deutschlandweit von mehr als 420 Städten, Landkreisen und Gemeinden zum 10. März gehisst. Sie erinnert damit an den Volksaufstand im Jahr 1959, der von der chinesischen Besatzungsmacht blutig niedergeschlagen wurde. ‚Flagge zeigen für Tibet‘ ist eine Kampagne der Tibet Initiative Deutschland, an der sich der Kreis Gütersloh auch in diesem Jahr beteiligt. „Ich bin stolz, dass wir seit vielen Jahren ein Teil der Kampagne sind und somit ein Zeichen der Solidarität setzen“, so Landrat Sven-Georg Adenauer.

Landrat Sven-Georg Adenauer lässt zusammen mit (v.l.) Lhakpa Kürzel, Margret Köhre, Brigitte Boonekamp und Christa Busch (alle vier von der Tibet Initiative) die Tibet-Flagge am Kreishaus Gütersloh hissen. Foto: Kreis Gütersloh

Dieses Jahr findet die Kampagne unter dem Motto ‚Für Freiheit statt Angst‘ statt. Die Tibet Initiative will damit gegen Chinas Einflussnahme protestieren. Laut der Tibet Initiative werden Tibeterinnen und Tibeter und auch andere vom chinesischen Regime unterdrückte Gruppen in Deutschland verfolgt.

Zum Thema: Volksverkauf in Tibet

Am 10. März 1959 kam es in Tibet zu einem Volksaufstand. Ungefähr 300.000 Tibeter versammelten sich vor der Sommerresidenz des Dalai Lamas in Lhasa. Das tibetische Oberhaupt war eingeladen worden, ohne Begleitschutz eine Theatervorstellung auf einem chinesischen Militärstützpunkt zu besuchen. Die Bevölkerung befürchtete eine Gefahr für den Dalai Lama und umstellte seinen Palast, um ihn zu schützen. Der angestaute Unmut über die inzwischen fast zehn Jahre währende Unterdrückung durch China führte dabei zu lautstarken Forderungen nach dem Abzug der chinesischen Truppen. Die Proteste dauerten eine Woche an, bis sie blutig niedergeschlagen wurden und der Dalai Lama ins Exil fliehen musste. Mindestens 87.000 Tibeter starben bei diesen Unruhen. Viele Tibeter folgten dem Dalai Lama 1959 unmittelbar ins Exil, aber auch heute noch fliehen viele Menschen aufgrund von religiöser und politischer Verfolgung oder allgemeiner Perspektivlosigkeit aus Tibet. Zwischen 120.000 und 150.000 Tibeter leben derzeit im Exil, die meisten von ihnen in Indien, Bhutan und Nepal. Weitere Informationen unter www.tibet-flagge.de

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