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Historische Filmwelten in der Aula der Volkshochschule

Zeitreise durch mehrere Jahrzehnte Gütersloher Stadtgeschichte

Gütersloh (gpr). Historisch interessierte Gütersloherinnen und Gütersloher haben die Möglichkeit, seltene Videoaufnahmen zu sehen. Bei einem Filmabend des Stadtarchivs in der Aula der Volkshochschule (VHS) werden Aufnahmen aus mehreren Jahrzehnten Stadtgeschichte gezeigt. Am Freitag, 20. März, 18 Uhr, stehen historische Filmsequenzen aus den Beständen des Stadtarchivs sowie aus dem LWL-Medienzentrum für Westfalen im Mittelpunkt. Die Veranstaltung ist zweigeteilt angelegt: Dr. Ralf Springer stellt Filmausschnitte des Gütersloher Filmemachers Willy Heckmann aus den 1930er Jahren vor, die zu den frühen filmischen Zeugnissen der Dalkestadt zählen. Gezeigt werden Aufnahmen der ersten beiden Michaeliswochen in der Zeit der Weimarer Republik, von Veranstaltungen nationalsozialistischer Organisationen in der Stadt, von der Eröffnung der Gütersloher Kaserne, vom Brand der Wirus-Werke sowie vom Bau und der Einweihung der Reichsautobahn bei Gütersloh.

Im Anschluss richtet Stadtarchivleitung Julia Kuklik den Blick auf die Zeit nach 1945. Gezeigt werden unter anderem Aufnahmen von Michaeliswochen aus späteren Zeiten, Szenen vom City-Treff sowie der Besuch der britischen Königin in Gütersloh. Die ausgewählten Filme veranschaulichen Wandel, Selbstverständnis und öffentliche Ereigniskultur der Nachkriegsjahrzehnte.

Sämtliche Beiträge werden fachkundig kommentiert und historisch eingeordnet. Der Abend verbindet damit Bildquellen mit einer quellenkritischen Einbettung in den jeweiligen zeitgeschichtlichen Kontext und bietet einen fundierten Zugang zur lokalen Geschichte. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird unter www.stadt.gt/anmeldung-historischer-filmabendgebeten.

Das inzwischen abgerissene Zeughaus der Feuerwehr an der Strengerstraße im Jahr 1936. Foto: Stadtarchiv

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