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Kleiderbügel, Schrauben, Zigaretten: Schülerinnen und Schüler sammeln 3900 Liter Müll

Zwölf Gütersloher Schulen beteiligen sich an der städtischen Aktion „Schulputz“

Gütersloh (gpr). Bierdeckel, Kleiderbügel, Kronkorken, Joghurtbecher, Glasflaschen, Schrauben und Zigarettenstummel – die Ausbeute der Klasse 3b der Josefschule ist vielfältig. Im Zuge der städtischen Aktion „Schulputz“ haben die 25 Schülerinnen und Schüler drei große Müllsäcke befüllt, darin enthalten unter anderem auch eine Wodka-Flasche und ein riesiges Stück Styropor. Voller Tatendrang sind sie an diesem Montagmorgen losgezogen, um Abfall rund um das Schulgebäude einzusammeln, von der Stadt ausgerüstet mit Handschuhen und Müllsäcken. Rund 1700 Schülerinnen und Schülern von zwölf Grund- und weiterführenden Schulen haben sich dieses Jahr am Schulputz beteiligt – ein Rekordwert. Der gesammelte Abfall wurde vom Fachbereich Stadtreinigung an den Schulen abgeholt und fachmännisch entsorgt – insgesamt 3900 Liter Müll sind dabei zusammengekommen.

Bierdeckel, Kleiderbügel, Kronkorken, Joghurtbecher – in den gut gefüllten Säcken der Klasse 3b der Josefschule tummelt sich einiges an Abfall, den die Schülerinnen und Schüler rund um ihre Schule gefunden haben. Die städtische Abfallberaterin Marla Rovers und Lehrerin Annett Böhm (hinten v.l.) freuen sich, dass beim diesjährigen Schulputz so viele Kinder teilgenommen haben wie noch nie. Foto: Stadt Gütersloh

„Ich finde die Aktion wichtig, damit die Kinder lernen, respektvoll mit der Natur umzugehen“, erläutert Lehrerin Annett Böhm von der Spexarder Josefschule ihre Motivation, mit ihren Schülern an der Aktion teilzunehmen. Bisher hat sie – außer während Corona – jedes Jahr beim Schulputz mitgemacht. „Das Bewusstsein für die Natur stärken wir auch in unserem Schulgarten. Zu dieser Jahreszeit können wir den Kindern im Garten zum Beispiel erklären, warum die Käfer sich in der Starre befinden und wie wichtig es ist, dass wir sie dabei in Ruhe lassen.“

Auch Abfallberaterin Marla Rovers vom Fachbereich Umweltschutz der Stadt Gütersloh betont, wie wichtig die Aktion für das Umweltbewusstsein der Schülerinnen und Schüler ist: „Die Schulputz-Aktion ist toll, um die Kinder zu sensibilisieren, wie man mit der Natur und den eigenen Hinterlassenschaften umgeht, und um zu verstehen, wie das eigene Handeln und die Umwelt zusammenhängen. So versuchen wir, der Vermüllung unserer Umwelt langfristig vorzubeugen.“

(v.l.) Jonas (9), Jaroslava (8), Romina (9) und Jan (8) leisten gute Teamarbeit bei der städtischen Aktion „Schulputz“, die seit 2004 jährlich in Gütersloh stattfindet. Foto: Stadt Gütersloh

Seit 2004 ist der Schulputz zu einer etablierten Veranstaltung in Gütersloh geworden, die sowohl bei den Schulen, als auch bei den Bürgerinnen und Bürgern gleichermaßen beliebt ist. Es melden sich Dauerteilnehmer an, aber auch immer wieder „Neulinge“. An den Grundschulen Pavenstädt, Nordhorn, Sundern und an der Edith-Stein Grundschule machen all Klassen beim Schulputz mit.

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