Gütersloh (gpr). Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen und Fachverwaltungen sind zur 137. Sitzung des Kulturausschusses des Städtetags Nordrhein-Westfalen in Gütersloh zusammengekommen. Eingeladen hatte der stellvertretende Vorsitzende, Güterslohs Beigeordneter für die Bereiche Kultur und Weiterbildung Andreas Kimpel – bewusst ein letztes Mal in „seiner“ Stadt, denn: Sowohl Kimpel als auch der Ausschussvorsitzende Jörg Stüdemann, Stadtdirektor Dortmund, gehen in den Ruhestand. In der Sitzung wurden beide offiziell verabschiedet. Über Jahre hinweg haben sie die Arbeit des Ausschusses geprägt und den Austausch zwischen Land und Kommunen mitgestaltet – von Fragen der kulturellen Teilhabe bis zur Förderung von Einrichtungen vor Ort.
Andreas Kimpel dankte zum Abschied für die Zusammenarbeit: „Ich wollte den Ausschuss noch einmal nach Gütersloh einladen – als Zeichen der Wertschätzung und als persönliches Danke.“ Und er betonte: „Kultur ist kein Beiwerk. Sie schafft Begegnung, Identität und Zusammenhalt – genau das brauchen unsere Städte auch in Zukunft.“
Inhaltlich gab es wichtige Impulse: Nadine Lindemann, Geschäftsführerin der Liz Mohn Stiftung, und Projektleiterin Dorothea Gregor stellten den „Relevanz-Monitor Kultur“ vor – eine repräsentative Studienreihe, die die gesellschaftliche Akzeptanz, Nutzung und Bedeutung von Kulturangeboten in Deutschland untersucht. Die Ergebnisse liefern Ansatzpunkte für Kulturpolitik in den Städten.

Kamen zur 137. Sitzung des Kulturausschusses des Städtetags Nordrhein-Westfalen in Gütersloh zusammen: Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen und Fachverwaltungen mit dem Vorsitzenden (vorne, v.r.) Jörg Stüdemann, Stadtdirektor Dortmund, und Andreas Kimpel, Güterslohs Beigeordneter für die Bereiche Kultur und Weiterbildung. Beide sind in dieser Sitzung verabschiedet worden, da sie in den Ruhestand gehen. Foto: Stadt Gütersloh
Zum Stand der Landeskulturpolitik berichtete Dr. Michael Reitemeyer, Abteilungsleiter im Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW. Thema war unter anderem die Landeskulturförderung nach der Mittelerhöhung, einschließlich Theater- und Orchesterförderung. Es soll ein Austausch über die Ausgestaltung der weiteren Zusammenarbeit geben. Auch die Förderung von Bespieltheatern ohne eigenes Ensemble wurde thematisiert.
Zuletzt wurden Cornelia Wilkens, Kulturdezernentin aus Münster, als neue Vorsitzende des Kulturausschusses des Städtetags NRW und Ursula Platen, Kulturdezernentin aus Neussals, als stellvertretende Vorsitzende gewählt.



