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Kunst im Pavillon

In der Mitte steht der Mensch

Gütersloh. ‚Kreis Gütersloh – Verbunden. Vernetzt. Und in der Mitte der Mensch‘ – das ist das Motto der neuen Kunstausstellung von Karl-Heinz Reichhardt, die ab sofort im Pavillon vor dem Kreishaus Gütersloh zu sehen ist. Vier abstrakte, lebensgroße menschliche Figurenpaare sind zentraler Teil seiner Rauminstallation, die paarweise hintereinander angeordnet sind. Die Skulpturen sind aus Bohlen von Douglasienholz gefertigt.

Die Figurenpaare sollen die Bedeutung des Menschen im komplexen Beziehungsgeflecht eines begrenzten Raumes veranschaulichen. Vier diagonal gespannte, verknotete Stränge aus beleuchteten Drainagerohren und ein im Mittelpunkt des Raumes vertikal verlaufendes Lüftungsrohr symbolisieren die Verbindungen. Armierungsmatten für Estrichböden umschließen die Figurengruppe als eine Art Netzwerk. Diese Materialien aus dem Baustoffhandel sind bewusst gewählt als ein Beispiel für die Möglichkeiten der kreativen Verknüpfung von Industrieprodukten mit den Zielen künstlerischer Gestaltung.

Reichhardt lebt und arbeitet in Rietberg-Mastholte. Nach seiner Lehrertätigkeit am Evangelischen Gymnasium Lippstadt hat er die Bildhauerei für sich entdeckt und weiterentwickelt. Seit 2016 ist er aktives Mitglied in der Künstlergruppe ‚Kunst im Turm‘, seit 2022 auch im Kunstverein Kreis Gütersloh.

BU: Eröffnen die Dezember-Ausstellung im Kunstpavillon vor dem Kreishaus: (v.r.) Künstler Karl-Heinz Reichhardt, Jörg Spätig (Kunstverein Kreis Gütersloh) und Isabelle Gruschke (Kreis Gütersloh, Referat Presse, Kultur und Archiv). Foto: Kreis Gütersloh.

Reichhardt lebt und arbeitet in Rietberg-Mastholte. Nach seiner Lehrertätigkeit am Evangelischen Gymnasium Lippstadt hat er die Bildhauerei für sich entdeckt und weiterentwickelt. Seit 2016 ist er aktives Mitglied in der Künstlergruppe ‚Kunst im Turm‘, seit 2022 auch im Kunstverein Kreis Gütersloh.

Die Kunstausstellungen im Pavillon vor dem Kreishaus sind ein gemeinsames Projekt des Kunstvereins Kreis Gütersloh und der Kreisverwaltung. Anlass ist das 50-jährige Bestehen des Kreises Gütersloh. Im Jubiläumsjahr sind 13 Ausstellungen zu sehen. Jede kreisangehörige Kommune ist einmal mit einem Künstler vertreten.

Karl-Heinz Reichhardt ordnet seine Ausstellung in einen thematischen Kontext:

Die zurückliegenden 50 Jahre sind ein historisch bedeutsamer Zeitabschnitt, in dem der Kreis Gütersloh als verwaltungspolitische Einheit aus dreizehn Kommunen zusammengewachsen ist. Entscheidend für die Entwicklung des Kreises zu einem lebendigen Organismus war das Anknüpfen an die gewachsenen Strukturen der verschiedenen Gemeinden, ihre erfolgreiche Zusammenführung und Verknüpfung zu einer prosperierenden gemeinsamen Gegenwart.

Die Herausforderungen der Zukunft bestehen darin, die entstandenen Verbindungen und Vernetzungen nicht nur im verwaltungspolitischen Bereich, sondern in allen Feldern des öffentlichen und privaten Lebens zum Wohle der hier lebenden Menschen weiterzuentwickeln. Das heißt zu intensivieren, auszudehnen und zu verdichten. Auf diese Weise werden die Kommunikation untereinander sowie die Integration und das Zusammenwirken aller gefördert. Das betrifft die Kooperation in Politik, Wirtschaft, Gewerbe, Handel und Verkehr genauso wie deren Interaktion mit Bildung und Kultur.

Für eine gelingende, zukunftsfähige Entwicklung allerdings ist es unabdingbar, die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt aller Planungen und Unternehmungen zu stellen. Sie müssen die Chance erhalten aus ihrer Anonymität herauszutreten. Sie wollen als freie, wertvolle Individuen wahrgenommen werden und Teilhabe genießen. Nur so werden sie sich zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern entwickeln können, die Verantwortung übernehmen und zum Gemeinwohl beitragen. Bürgernähe, das heißt für die politisch Verantwortlichen im Kreis, nach besten Kräften dafür die Voraussetzungen zu schaffen.

Das Kreishaus ist gewissermaßen die politische und verwaltungstechnische Zentrale für die Entstehung, Entwicklung und Koordinierung von gesellschaftspolitischen Beziehungsgeflechten. Der Kubus als „Raum für Kunst“ an diesem Standort markiert die Bedeutung von Kunst und Kultur als Kristallisationskern für die Entstehung von Kommunikation und für deren Weiterentwicklung.

Liste der Künstler
-bisher zu sehen gewesen-

2. bis 31. Januar / Yasin Garrit Wörheide, Mixed Media – Versmold
1. bis 28. Februar / Gaby Wieging, Rauminstallation, Collagen – Halle/Westf.
1. bis 31. März / Marie-Theres Konietzny, Objekte, Skulpturen – Herzebrock-Clarholz
1. bis 29. April / Franziska Jäger, Malerei – Harsewinkel
2. bis 31. Mai / Bernd Bergkemper, Skulpturen ­– Langenberg
1. bis 30. Juni / Gabriela Brass, Malerei, Installationen ­– Gütersloh
1. bis 31. Juli / Cristina Zanotti, Objekt – Schloß Holte-Stukenbrock
1. bis 31. August / Johannes Laurin Fischer, Bilder, Objekte, Installation – Werther/Westf.
1. bis 30. September / Marvin Knopf, Skulpturen – Borgholzhausen
2. bis 31. Oktober / Ulf Strippelmann, Objekte, Skulpturen, Installationen – Steinhagen
2. bis 30. November / Rose und Grischa Lichtenberger, Holzskulptur, Installation ­– Verl
1. bis 29. Dezember / Karl-Heinz Reichhardt, Skulpturen – Rietberg


Vorschau

2. bis 31. Januar 2024 / Melanie Körkemeier, Malerei ­– Rheda-Wiedenbrück

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