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Nachhaltig modernisiert

Stadtwerke Gütersloh machen Wasserwerk fit für die Zukunft

Rund zwei Jahre lang haben die Stadtwerke Gütersloh ihr Wasserwerk Nordrheda-Ems umfangreich modernisiert. Im Spätsommer dieses Jahres erfolgten die letzten Arbeiten im Außenbereich. Jetzt öffnet das heimische Versorgungsunternehmen die Türen des Wasserwerks für Presse, Aufsichtsrat und Bürgerschaft. Beim Blick hinter die Kulissen wird klar: Das Wasserwerk ist bereit für die Zukunft.

Stadtwerke Gütersloh
Haben das Wasserwerk fit gemacht für die Zukunft: (von rechts) Stadtwerke-Geschäftsführer Ralf Libuda, Bernd Feldmann (Leiter Wassergewinnung) und Jakob Lorenz (Leiter Technik und Erzeugung) in der neuen Filterhalle.

Sicherung des hohen Qualitätsstandards

Neubau der Filterhalle, Austausch der Reinwasserpumpen, Erneuerung der Technik und zahlreicher Versorgungsleitungen, Wiederherstellung des Außenbereichs: Bernd Feldmann, Leiter Wassergewinnung bei den Stadtwerken, und sein Team haben in den vergangenen Monaten ein großes Projekt gestemmt. Mit Erfolg: Trotz so mancher Herausforderung, die insbesondere durch Lieferengpässe bedingt war, blieb die Sanierung am Ende insgesamt im ursprünglichen Zeitplan. Und auch den Kostenplan konnten die Stadtwerke, trotz stark gestiegener Preise für Material und Gewerke, nahezu einhalten. 4,6 Millionen Euro standen schließlich zu Buche. Die Mehrkosten bewegen sich damit im niedrigen Prozentbereich.

„Die Baumaßnahme im Wasserwerk Nordrheda-Ems war ein notwendiger Schritt, um den sehr hohen Qualitätsstandard unserer Wassergewinnung zu sichern und zukunftsfähig auszubauen“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Ralf Libuda.

Auch der Aufsichtsrat der Stadtwerke ließ es sich nicht nehmen und machte sich jetzt vor Ort ein Bild des modernisierten Wasserwerks. Nobert Morkes, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Gütersloh, verwies auf die besondere Verantwortung, die die Stadtwerke für die Menschen in Gütersloh tragen: „Mit ihrem Dienstleistungsportfolio sichern die Stadtwerke wesentliche Bestandteile der Lebensqualität im Alltag. Um diesem Anspruch nachhaltig gerecht zu werden, bedarf es vorausschauendem Handeln und zukunftsorientierten Lösungen.“ Die Modernisierung des Wasserwerks sei ein gutes Beispiel dafür, dass sich die Bürger auch in den kommenden Jahren auf die Stadtwerke und damit auf eine sichere Trinkwasser-Versorgung verlassen können.

Zukünftigen Anforderungen gerecht werden

Insbesondere die Filtertechnik samt Pumpen war in die Jahre gekommen. Sie stammte noch aus dem Baujahr des Wasserwerks (1963) und wurde 1964 in Betrieb genommen. Üblicherweise sind solche Anlagen nach spätestens 25 Jahren ein Modernisierungsfall. „Es spricht für unsere Instandhaltungsexpertise, dass die Investition in eine neue Filtertechnik erst nach gut 60 Jahren notwendig war“, betont Bernd Feldmann die gewissenhafte Wartung und Pflege der Anlagen.

Doch das Alter der Anlagen war nicht der einzige Grund, weshalb sich die Stadtwerke für die umfangreiche Sanierung entschieden. „Der Bedarf an Trinkwasser wird in den kommenden Jahren steigen“, so Libuda. „Wir bereiten unsere Kapazitäten bereits heute darauf vor, um jederzeit eine ausreichende und qualitativ hochwertige Trinkwasserversorgung für die wachsende Bürgerschaft sicherzustellen.“ Die Größe der Filterkessel sei hierfür ein gutes Beispiel. Die neuen Kessel haben ein Fassungsvermögen von jeweils 80 Kubikmeter (m³). Pro Stunde können sie bis zu 600 m³ Wasser filtern. Die alten Kessen schafften nur 300 m³ stündlich.

Zweckdienlich, nachhaltig und im Sinne der Verbraucher

Beim Blick in das frisch sanierte Wasserwerk im Rhedaer Forst wird auch klar: Die Stadtwerke haben bedarfsgerecht und mit Augenmaß saniert. „Die Investitionen sind zweckdienlich, nachhaltig und im Sinne der Verbraucher“, sagt Feldmann.

Bei der Anlagentechnik haben sich die Stadtwerke beispielsweise für eine sehr kompakte und platzsparende Bauweise entschieden. Daher konnte der Baukörper auch kompakt und kostengünstig erstellt werden. Das neue Reinwasserpumpwerk wurde in die vorhandene Schieberkammer der Reinwasserbehälter integriert. Das sparte ebenfalls Baukosten, da der Raum bereits vorhanden war. Weiterer Vorteil: Die Pumpen können optimal betrieben werden, da sie das Trinkwasser auf sehr kurzem Wege direkt aus dem Behälter saugen können. „Die Leistungsfähigkeit der einzelnen Komponenten und des Gesamtgefüges standen immer im Fokus“, betont der Wasserwerksleiter. „Da haben wir selbstverständlich keine Kompromisse gemacht.“

Höchste Priorität hatte während der gesamten Sanierungsphase auch die Sicherstellung einer durchgängigen Trinkwasserversorgung. Das Wasserwerk wurde schließlich im laufenden Betrieb saniert. Bernd Feldmann ist zufrieden: „Wir sind unserer Verantwortung gerecht worden. Es gab zu keinem Zeitpunkt Beeinträchtigungen. Die Versorgung mit hochwertigem Trinkwasser war jederzeit gewährleistet.“

Fördermittel unterstützten Umsetzung des Vorhabens

Für das neue Reinwasserpumpwerk hatten sich die Stadtwerke Gütersloh im Jahr 2021 erfolgreich um Fördermittel beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) beworben. Aus dem Programm „Nationale Klimaschutzinitiative“ erhielten sie einen Betrag im niedrigen sechsstelligen Bereich, der die Umsetzung des Vorhabens unterstützte. Auch, wenn die Erneuerung des Pumpwerks nur eine von vielen Sanierungsmaßnahmen im Wasserwerk Nordrheda-Ems war, so spielt sie doch eine große Rolle. „Mit dem neuen Reinwasserpumpwerk sparen wir bis zu 20 Prozent Energie gegenüber dem alten Reinwasserpumpwerk ein“, berichtet Feldmann.

PV-Anlage rundet nachhaltige Sanierung ab

Der Anspruch einer nachhaltigen Modernisierung findet sich in zahlreichen Zusammenhängen. So wurde im Zuge des Filterhallen-Neubaus auf dessen Dach auch eine Photovoltaik-Anlage (PV) mit einer Leistung von rund 25 kW/p errichtet. Die Leistung der Anlage ist vergleichbar mit der Leistung von drei durchschnittlichen Anlagen, die beispielsweise auf privaten Wohnhäusern installiert sind. Es ist die ideale Nutzung der neuentstandenen Dachfläche und eine sinnvolle Ergänzung zur bereits bestehenden PV-Anlage des Wasserwerks. „So konnten wir den Erzeugungsgrad von rund 110 kW/p auf gut 135 kW/p erhöhen“, freut sich Feldmann. Das entspricht im Vergleich etwa einer Leistung von 17 privaten PV-Anlagen mit jeweils 8 kW/p Leistung.

Für Bürger: Stadtwerke bieten Führung durchs Wasserwerk an

Auch interessierte Bürger bekommen von den Stadtwerken die Möglichkeit, einen Blick in das modernisierte Wasserwerk zu werfen.

Am Donnerstag, 9. November, lädt das Unternehmen um 10 und 13 Uhr zu jeweils zwei Werksführungen ein. Vor Ort erwartet Bernd Feldmann die Gäste mit einer Führung. Aufgrund begrenzter Parkmöglichkeiten bringen Shuttle-Fahrzeuge der Stadtbus Gütersloh GmbH die Besucher vom Kreishaus zum Wasserwerk.

Da Wasserwerke ein besonders sensibler Bereich sind, ist eine Voranmeldung notwendig. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Weitere Infos und Anmeldung unter www.stadtwerke-gt.de/veranstaltungen

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Weitere Informationen:

Die Stadtwerke Gütersloh versorgen rund 80 Prozent aller Haushalte im Stadtgebiet mit Trinkwasser. Je nach Witterung und Jahreszeit verbraucht ein Gütersloher Bürger durchschnittlich zwischen 125 und 130 Liter Wasser pro Tag.

Zahlen zum Wasserwerk Nordrheda-Ems

  • Lage: Rhedaer Forst
  • Inbetriebnahme: 1963
  • Gewinnungsgebiet: Rhedaer Forst und Sudheide
  • Brunnen: 27 Vertikalbrunnen

Weitere Infos

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