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Politik braucht Frauen – gerade vor Ort

Tischgespräch mit Politikerinnen am Donnerstag, 19. März, von 17 bis 19 Uhr

Eintritt frei – Anmeldung unter www.vhs-gt.de

Gütersloh (gpr). Frauen sind in der Kommunalpolitik weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Um mehr Frauen für politisches Engagement vor Ort zu gewinnen und zu stärken, arbeiten die Gleichstellungsstellen der Städte Minden, Detmold, Gütersloh, Lippstadt und Arnsberg gemeinsam an der Veranstaltungsreihe „FRAU.MACHT.POLITIK“. Mit Seminaren, Workshops und Vernetzungsangeboten richtet sich die Reihe an Frauen, die sich für Kommunalpolitik interessieren oder bereits politisch aktiv sind. Aus diesem Anlass lädt die Gleichstellungsstelle der Stadt Gütersloh gemeinsam mit der Volkshochschule (VHS) Gütersloh am Donnerstag, 19. März, von 17 bis 19 Uhr zu einem Tischgespräch unter dem Titel „Gut gestartet in die Kommunalpolitik – Bilanz nach 200 Tagen“ in die VHS Gütersloh ein. In moderierten Tischgesprächen können Interessierte direkt mit den Politikerinnen ins Gespräch kommen und über politische Teilhabe von Frauen diskutieren.Um Anmeldung zur kostenlosen Veranstaltung wird gebeten unter www.vhs-gt.de, Kursnummer H12410.

Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, politische Abläufe verständlicher zu machen, Kompetenzen zu stärken und Frauen zu ermutigen, ihre Perspektiven in kommunale Entscheidungsprozesse einzubringen. „Kommunalpolitik ist der Ort, an dem Demokratie ganz konkret erfahrbar wird“, betonen die beteiligten Gleichstellungsbeauftragten. „Wenn Frauen dort fehlen, fehlen wichtige Perspektiven und Erfahrungen.“ Die bisherigen Veranstaltungen zeigen: Der Bedarf ist groß. Themen wie Rhetorik und Auftreten, Konflikt- und Machtkompetenz, Social Media oder der Einstieg in kommunalpolitische Prozesse stoßen auf großes Interesse. Gleichzeitig berichten viele Kommunalpolitikerinnen weiterhin von strukturellen Hürden, etwa der schwierigen Vereinbarkeit von politischem Ehrenamt, Beruf und Familie, fehlenden Netzwerken oder auch von abwertenden Kommentaren und persönlichen Angriffen.

Die Gleichstellungsbeauftragten der Städte Minden, Detmold, Gütersloh, Lippstadt und Arnsberg setzen sich gemeinsam für mehr Frauen in der Kommunalpolitik ein: (v. l.) Petra Blesel (Stadt Arnsberg), Lena Schneider (Stadt Detmold), Silke Williams (Stadt Minden) und Inge Trame (Stadt Gütersloh). Foto: Stadt Gütersloh

 

„Viele Frauen erleben, dass sie für politische Arbeit andere Voraussetzungen erfüllen müssen als Männer“, betont Inge Trame, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gütersloh. „Deshalb ist es wichtig, Frauen gezielt zu stärken, Netzwerke aufzubauen und Räume für Austausch zu schaffen.“ Trotz aller Erfolge bleibt eine zentrale Herausforderung bestehen: Frauen sind in kommunalen Räten, Ausschüssen und Entscheidungspositionen nach wie vor deutlich in der Minderheit. „Gleichstellung in der Kommunalpolitik ist kein Selbstläufer“, so Inge Trame weiter. „Sie braucht klare Strukturen, kontinuierliche Angebote – und den politischen Willen, Frauen nicht nur zu ermutigen, sondern ihnen auch Räume zu öffnen.“Vor diesem Hintergrund verstehen die Gleichstellungsstellen ihr gemeinsames Engagement als fortlaufenden Auftrag. Auch künftig sollen weitere Veranstaltungen, Kampagnen und Vernetzungsangebote folgen, um Frauen auf ihrem Weg in die Kommunalpolitik zu unterstützen, sichtbar zu machen und zu bestärken.

Mit Blick auf dieses Ziel hat sich im Kreis Gütersloh zudem ein politisches Frauennetzwerk gegründet. Getragen von Frauen aus der Frauen Union, den SPD-Frauen, den GRÜNEN Frauen sowie den Frauen in der FDP treffen sich politisch interessierte Frauen regelmäßig in der Volkshochschule Gütersloh zum Austausch und zur Vernetzung. Das nächste Treffen findet am Dienstag, 28. April, im FrauenTreff Gütersloh statt und beinhaltet einen Input zur politischen Bildung von Frauen.

Weitere Informationen gibt es online unter www.gleichstellung.guetersloh.de sowie bei der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Gütersloh Inge Trame, telefonisch unter 05241 / 82-216 oder per E-Mail an gleichstellungsstelle@guetersloh.de

Städtevergleich der Frauenanteile in den Räten. Grafik: Stadt Gütersloh

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