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„Wer glaubt, hat mehr vom Leben“

Pfarrer Reinhard Kölsch nach 37 Jahren in Isselhorst in den Ruhestand verabschiedet

Isselhorst. In seiner Kindheit im münsterländischen Ahaus haben ihn sein Elternhaus und sein Konfirmator christlich geprägt. Das habe seine Arbeit in der Ev. Kirchengemeinde Isselhorst tief beeinflusst, sagt Pfarrer Reinhard Kölsch. „Wer glaubt, hat mehr vom Leben“ – davon ist er überzeugt. Diesen Glauben weiterzugeben und Menschen auf ihren Glaubensweg zu begleiten und zu stärken, darin sieht er seine vornehmsten Aufgaben.

Superintendent Frank Schneider (rechts) hat Reinhard Kölsch (2.v.r.) in einem festlichen Gottesdienst entpflichtet und in den Ruhestand verabschiedet. Alexander Kellner und Dorothee Anthony aus der Kirchengemeinde Friedrichsdorf in jetzt in pfarramtlicher Verbindung für Isselhorst und Friedrichsdorf zuständig. Foto kkgt/Frauke Brauns

Im Oktober 1986 kam Reinhard Kölsch als Pfarrer im Probedienst nach Isselhorst. Hier wurde er im April 1987 ordiniert und noch im Dezember desselben Jahres in die 2. Pfarrstelle berufen. Jetzt hat die Kirchengemeinde ihn mit einem festlichen Gottesdienst in den Ruhestand verabschiedet – nach 37 Jahren in der Gemeinde.

Kölsch wurde 1960 im katholischen Ahaus geboren, hier machte er 1978 sein Abitur. Sowohl der Religionsunterricht als auch die Zeit als Konfirmand haben ihn, so erinnert er sich, sehr geprägt. Daher lag für ihn ein Studium der Evangelischen Theologie – in Münster und Tübingen – nahe, dass er 1984 mit dem Ersten Examen abschloss. Sein Vikariat absolvierte er in der Kirchengemeinde Sennestadt bei Pfarrer Joachim von Falck. Nach dem Zweiten Examen blieb er im Ev. Kirchenkreis Gütersloh, da er in erster Ehe mit einer Gütersloherin verheiratet war.

In den vielen Jahren sei nicht immer alles leicht gewesen, gibt er zu. Aber, so betont er, er blicke gerne u.a. auf die Renovierung der Kirche zwischen 1990 und 1993 zurück: „Es ist damals gelungen, die historische Fassung der Kirche unter zwei Schichten der Übermalung freizulegen“, freut er sich noch immer. 2003 sei das Gemeindehaus in der heutigen Form fertig gestellt worden. Das 100jährige Jubiläum des Posaunenchores, das er kurz vor Beginn seiner Amtszeit in Isselhorst mitfeiern durfte, ist ihm lebhaft in Erinnerung. Auch die lange Tradition der Frauenhilfe in der Gemeinde ist ihm wichtig, und dass die Errichtung einer hauptamtlichen Kantorenstelle bereits Ende der 1980er Jahre gelingen konnte.

In den 1990er Jahren knüpfte Pfarrer Kölsch Kontakte in die USA. „Das war eine tolle Zeit“, erinnert er sich an die gegenseitigen Besuche. Gleichzeitig pflegte die Gemeinde Kontakte nach Süd-Indien. Seit inzwischen 40 Jahren unterstützen die Isselhorster nicht nur dort eine Kindergruppe, sondern auch die Partnerschaft des Kirchenkreises mit Tansania. All das sind internationale Kontakte, die Reinhard Kölsch sehr schätzt.

Den Blick über den Tellerrand wagt er seit seiner Jugend. Denn in seinem Abitursjahrgang im katholischen Münsterland war er einer von nur sieben Evangelischen. Früh hatte er daher Kontakt mit der katholischen Kirche und der katholischen Liturgie. Bis heute, erzählt er, setze er sich für ein gutes Miteinander in der Ökumene ein. So ist er ein Gründungsmitglied des Gütersloher Christenrates; er will diese Arbeit auch in Zukunft begleiten.

Vor allem aber wird er jetzt mehr Zeit für die Familie, die Begleitung der Kinder nicht nur bei den Schulaufgaben haben. Er ist in zweiter Ehe mit Juliane Kölsch verheiratet. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder.

„Ich bin dankbar für das Vertrauen und die Wertschätzung der Gemeinde“, betont er. Das erhoffe er auch für seine beiden Nachfolger: Pfarrerin Dorothee Anthony (zurzeit Friedrichsdorf-Avenwedde) und Pfarrer Alexander Kellner (zurzeit Friedrichsdorf und Isselhorst). Ab 01. Oktober sind die Beiden in pfarramtlicher Verbindung für beide Gemeinden zuständig.

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