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„Zu viel ist zu viel – jetzt reicht’s”

Bauern im Kreis Gütersloh planen Aktionswoche gegen die Sparpläne der Bundesregierung

Gütersloh /wlv (Re) Das Maß ist voll. Das Vorhaben der Ampel-Koalition, den Agrardiesel für die Land- sowie Forstwirtschaft zu streichen und landwirtschaftliche Zugmaschinen zu besteuern, haben das Fass zum Überlaufen gebracht. Der Deutsche Bauernverband hat vom 8. – 15. Januar 2024 zu einer Aktionswoche aufgerufen. Der Landwirtschaftliche Kreisverband Gütersloh beteiligt sich an dieser Aktionswoche mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen im ganzen Kreis. Abschluss dieser Aktionswoche ist dann eine Großdemonstration am 15. Januar in Berlin.

Bildautor: WLV
Die Bauernfamilien demonstrieren gegen die Streichung der Agrardieselvergütung und der Kfz-Steuerbefreiung land- und forstwirtschaftlicher Fahrzeuge. Diese Sparpläne sind für sie vollkommen inakzeptabel. Sie fordern einen Wandel der Agrarpolitik hin zu einer Politik mit mehr Fachverstand. „Wir wollen gesunde und regionale Lebensmittel für die Bevölkerung erzeugen“, betont Kreisverbandsvorsitzender Andreas Westermeyer. Dies mache uns die Politik aber unmöglich.

„Wir planen für den kommenden Montag (8. Januar) eine Sternfahrt aus den umliegenden Orten in die Kreisstadt Gütersloh und dann eine Schlepperrundfahrt auf dem Stadtring durch Gütersloh. Von 10.30 bis 11 Uhr sammeln sich die Landwirte und Landwirtinnen in den Orten. Sie fahren mit ihren Schleppern aus den verschiedenen Ortsteilen nach Gütersloh. Für 13 Uhr ist das Eintreffen auf den Ring in Gütersloh von sechs verschiedenen Punkten und die Schlepperrundfahrt / Ringfahrt geplant. Am Dienstag (9. Januar) wird eine Kundgebung von 13 bis 14 Uhr vor dem Kreishaus Gütersloh stattfinden. Verschiedene Redner wie Landrat Sven-Georg Adenauer sind vorgesehen. Am Mittwoch (10. Januar) werden die Landwirte in dezentralen Aktionen Mahnwachen abhalten, so werden sie sich beispielsweise mit Schleppern an Brücken und Straßen aufstellen. Am Donnerstag (11. Januar) und Freitag (12. Januar) wird der Dialog im Vordergrund stehen. Bauern und Bäuerinnen möchten die Bevölkerung in Gesprächen informieren. An belebten Stellen wie zum Beispiel Wochenmärkte, Supermärkte werden sie und einige Schleppern präsent sein.

Notwendig: Wandel der Agrarpolitik hin zu mehr Fachverstand

Die Bauernfamilien demonstrieren gegen die Streichung der Agrardieselvergütung und der Kfz-Steuerbefreiung land- und forstwirtschaftlicher Fahrzeuge. Diese Sparpläne sind für sie vollkommen inakzeptabel. „Wir fordern einen Wandel der Agrarpolitik hin zu einer Politik, die von mehr Fachverstand geleitet ist“, mahnt Kreisverbandsvorsitzender Andreas Westermeyer. Erforderlich sei eine Agrarpolitik, die mit ihren Entscheidungen der einheimischen Nahrungsmittelerzeugung eine Perspektive gebe. „Wir wollen gesunde und regionale Lebensmittel für unsere Bevölkerung erzeugen“, betont der Vorsitzende. Dies mache uns die Politik unmöglich.

„Nach unzähligen unpraktikablen Auflagen, Kürzungen und Angriffen auf die Landwirtschaft der letzten Jahre sollen wir Bauern jetzt auch noch die Fehlplanungen im Bundeshaushalt ausbügeln, das ist einfach zuviel – das machen wir nicht mit“, untermauert Westermeyer.

Bauern demonstrieren, da kein Gehör in der Politik

Die Bauernfamilien wollen auf ihre existenzbedrohende Situation hinweisen. Der Vorsitzende bittet die Bevölkerung um Verständnis: Die heimische Landwirtschaft mache in dieser massiven Weise auf ihre Situation aufmerksam, „da wir sonst leider kein Gehör in der Politik finden. „Ganz besonders wichtig ist uns die Sympathie unserer Mitbürger und Mitbürgerinnen, wir wollen sie weiterhin erhalten.“ Er gibt deutlich zu verstehen: „Wir wollen demonstrieren und nicht blockieren.“ Die Sicherheit der Menschen im Straßenverkehr habe während der gesamten Demonstration Vorrang.

Landwirte stehen für Toleranz und demokratische Werte.

„Alle die uns ehrlich unterstützen, sind herzlich willkommen“, so der Vorsitzende. „Wir distanzieren uns aber ganz deutlich von denen, die unsere Proteste nutzen, um eigene radikale Botschaften zu platzieren. Das sind nicht wir und das sind nicht unsere Botschaften.“ Landwirte und Landwirtinnen stehen für Toleranz und demokratische Werte. Das würden sie sowohl bei der Wahl der Beschilderung als auch bei sonstigen Symbolen, Fahnen etc. berücksichtigen. Westermeyer. unterstreicht: „Wir können es nicht verhindern, wenn eventuell andere sich mit entsprechenden Parolen einreihen, doch von diesen distanzieren wir uns aber deutlich.“

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