FOTOS: MATTHIAS KIRCHHOFF | TEXT: REGINA MEIER ZU VERL
EIN HAUS, DAS GESCHICHTEN ERZÄHLT Dieses Haus hat über die Jahre seine eigene Tradition, seine eigene Atmosphäre – und inzwischen auch seine eigene »Hauptfigur«. Denn seit dem vergangenen Jahr bekommt der Lichterzauber eine besondere Ergänzung: den Grinch. Nicht als Hollywood- Figur, sondern als lebendige, chamant-frech gespielte Rolle mitten im Lichtermeer.

Doch eigentlich begann alles – wie so oft – mit einem kleinen Moment zwischen Menschen. Jaden, damals nur einer der vielen Besucher, die das Weihnachtshaus bestaunten, versprach im Scherz, im nächsten Jahr als Grinch wiederzukommen. Niemand nahm es ernst – bis er tatsächlich erschien: komplett grün, mit funkelnden Augen und verblüffend perfekter Körpersprache. Und plötzlich hatte das Weihnachtshaus eine Figur, die so gut passte, als wäre sie schon immer Teil davon gewesen.
WENN DAS HAUS ZUR BÜHNE WIRD
Rund um Jaden als Grinch entfaltet das Weihnachtshaus seine ganze Wirkung. Kinder nähern sich dem grünen Schelm mal vorsichtig, mal juchzend – und werden stets mit Charme, Witz oder einem kurzen Blick hinter die Maske begrüßt. So wächst aus dem Lichtermeer ein kleines Bühnenstück, in dem das Haus selbst der große Star ist und der Grinch der Darsteller, der dem Ganzen zusätzlich Leben einhaucht.
Seine Streiche, seine Posen, seine verspielte Art machen den Rundgang durch die Lichterinstallationen lebendig. Er schleicht um Figuren, testet Lichterketten, stibitzt imaginäre Geschenke – und all das vor der beeindruckenden Kulisse, die die Familie Lange mit viel Mühe und Herzblut jedes Jahr aufbaut


DIE NACHT, DIE ZUR LEGENDE WURDE
Besonders unvergessen ist jener Abend, an dem wir vom CARL vor Ort waren und überraschend ein Polizeiwagen vorfuhr. Die Beamten musterten das leuchtende Grundstück, sahen den Grinch – mitten in einer übertriebenen Schurkengeste – und hielten inne. Für einen Augenblick schien die Zeit stillzustehen. Dann klickten für den Grinch unerwartet die Handschellen – und zack die »Verhaftung«.
Ein Moment, der so urkomisch war, dass selbst die Polizisten lachten – und das Kaunitzer Weihnachtshaus um eine neue Anekdote reicher wurde. Aber keine Angst er durfte natürlich bleiben, um auch an anderen Tagen seinen Schabernack zu treiben.
Foto: Mutter Beate, Sohn Jim, Jaden aka der Grinch, Tochter Lara.


HERZLICHKEIT, DIE MAN SPÜRT
Doch das Weihnachtshaus beeindruckt nicht nur durch seine Lichter. An den Wochenenden schenkt die Familie Lange Glühwein und Kinderpunsch auf Spendenbasis aus – in diesem Jahr zugunsten des Herzenswunsch- Krankenwagens der Malteser. Ein Projekt, das perfekt zu der Wärme passt, die hier zwischen all den Lichtern spürbar ist. Viele Besucher bleiben zunächst im Auto sitzen, überw.ltigt von dem Lichtermeer. Doch Beate Lange winkt freundlich: »Kommen Sie ruhig näher. Hier zwischen den Lichtern ist es am schönsten – und mit dem Grinch sowieso.«
Und wer sich traut, durch die Gartenpforte zu gehen, merkt schnell, warum das Kaunitzer Weihnachtshaus ein besonderer Ort ist: Es verbindet Licht, Gemeinschaft und Fantasie zu etwas, das man nicht einfach anschaut, sondern erlebt.


EIN HAUS, DAS LEUCHTET – UND HERZEN STRAHLEN LÄSST
Das Kaunitzer Weihnachtshaus ist der eigentliche Star. Doch der Grinch? Er bringt das Strahlen zum Schmunzeln. Geht doch einfach mal hin und lasst euch bis ins neue Jahr verzaubern. Die Familie Lange freut sich auf jeden Besucher und wünscht ein frohes Weihnachtsfest. Und wir vom CARL? Wir kommen wieder – ganz bestimmt.
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Öffnungszeiten:
Geöffnet: Täglich von
17.00 Uhr bis 22.30 Uhr









