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  • 24.02.2026
  • Ausgabe 120
  • RegioCarl

ZEIT:PUKTE

STADTGESCHICHTE HÖREN, ERLEBEN, MITGESTALTEN.
CarlMakesMedia Redakteurbild

CarlMakesMedia

BILD UND TEXT: AUDIO-WALK-GRUPPE-STADTARCHIV

Ein Blick aufs Handy genügt, und schon entfalten sich Ereignisse, Biografien und überraschende Details lokaler Stadtgeschichte. »Zeit:Punkte« ist ein vom Gütersloher Stadtarchiv als Beitrag zum Stadtjubiläum gestartetes Bürgerprojekt. Es soll das aus diesem Anlass herausgegebene Stadtgeschichtsbuch ergänzen und ein lebendiges, nahbares Mosaik schaffen. Die Zugriffe aus dem Internet belegen, dass seine Themen bereits auf großes Interesse stoßen. An einer Fortsetzung wird deshalb gearbeitet.

OFFEN FÜR ALLE
Volker Schiewe

Seit ihrer Erbauung 1861 hat sich die Martin-Luther-Kirche von der »Neuen Kirche« zu einem offenen Ort für Gemeinde, Kultur und Stadtgesellschaft entwickelt. Das die Innenstadt prägende Wahrzeichen soll künftig eine Rolle als zentrale Kirche übernehmen.

 

DAS GRÜNE WOHNZIMMER DER STADT
Klaus Rünger

Mitten in Gütersloh verbirgt sich ein Platz, der im Nationalsozialismus Schauplatz von Aufmärschen und Propaganda war. Heute hat er sich längst zu einer lebendigen Kulturoase gewandelt. Geschichte, Kunst und Begegnung treffen aufeinander.

DIE ERFINDER DES BADEMANTELS
Manuel Gehle

Die Weberei Vossen wuchs vom kleinen Betrieb zu einem internationalen Unternehmen, belieferte Hotels, Stars und ganze Generationen im Wirtschaftswunder. Doch neben Erfolgen und Prominenz prägten auch Rückschlage, Katastrophen und schließlich der Niedergang den Weg der Firma.

UMZUG AUS DER INNENSTADT ZUM STADTRING KATTENSTROTH
Adelheid und Brigitte Eimer

Wusstest du, dass das Elisabeth Hospital früher mitten in der Innenstadt stand? Im Gespräch mit einer jungen Frau erinnert sich eine ältere Dame an ihre ganz persönlichen Erlebnisse im Hospital: von der Geburt ihrer Tochter bis zum Alltag dort tätiger Ordensschwestern.

MEIERHOF RASSFELD
Walter Holtkamp

Ein Speicher aus dem 16. Jahrhundert, ein prächtiges Haupthaus, alte Schafställe und eine Hofgeschichte, die bis ins Jahr 1088 zurückreicht: Der Meierhof Rassfeld ist eine der ältesten Hofanlagen Güterslohs. Bis heute verbindet die Familie Haver-Rassfeld geschickt Tradition und Moderne – zwischen Denkmalschutz, Festdeele und Geflügelhaltung.

Die Gütersloher Geschichte nach 1945 wird bereits an 16 ausgewählten Orten betrachtet. Die Hörgeschichten über sie stammen von Menschen, die sich ihren Ort selbst ausgesucht und erforscht haben. Historisches ist im Stadtraum erlebbar geworden. Kostenlos, jederzeit und ohne Vorwissen verfügbar. »Wir möchten zeigen, dass es überall um uns herum Spannendes gibt und jede und jeder mitmachen kann«, betont die Leiterin des Stadtarchivs, Julia Kuklik. Dieses Angebot sei langfristig angelegt. Es könne mum weitere Punkte erweitert werden. Schritt für Schritt würde so ein Hörarchiv der Gütersloher Stadtgeschichte und ein lebendiger Beitrag zur Erinnerungskultur in unserer Stadt heranwachsen.

VOM MARKTPLATZ ZUM MÄDCHEN-GYMNASIUM
Julia Kuklik

Der Alte Marktplatz in Gütersloh war einst ein lebendiger Treffpunkt: An diesem Ort pauken heute Schülerinnen und Schüler. Wie aus Spiel- und Festplatz schließlich ein Ort der Bildung wurde, erzählt dieser Beitrag.

Dabei sind auch Neulinge willkommen. Sie profitieren vom Knowhow ausgewiesener Expertinnen und Experten. In Workshops können sie historische Spuren recherchieren, mit Archivalien arbeiten, Texte entwickeln und Tondokumente produzieren. Unterstützt wird »Zeit:Punkte« weiterhin vom Stadtarchiv, der Volkshochschule und dem städtischen Fachbereich Kultur.

»WIR DÜRFEN NICHT VERGESSEN«
Jael Rachel Räker

Im Lesegarten der Stadtbibliothek steht eine unscheinbare Gedenktafel – doch sie erzählt von einem jungen Mann, der sich für die Demokratie opfern musste. Heinrich Rüßkamp wurde zum ersten Opfer der Nationalsozialisten in Gütersloh.

VERSCHWUNDEN AUS GÜTERSLOH
Sujata Göhlsdorf

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts prägte ein neugotisches Bauwerk mit seinen schlossartigen Türmen das Gesicht Güterslohs und beherbergte Verwaltung, Gericht und Bürgermeisterwohnungen. Trotz Protesten musste es 1971 den Plänen für eine autogerechte Stadt weichen.

NEUEN TEILNEHMENDEN STEHEN ALLE TÜREN OFFEN

Wer Lust hat, die Historie zu erforschen, zu schreiben und einzusprechen, ist eingeladen, Teil von »Zeit:Punkte« zu werden. Unsere Stadt ist voller Geschichten. Es ist Zeit, sie hörbar zu machen. Interessenten wenden sich an julia.kuklik@guetersloh.de.