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  • 06.10.2026
  • Ausgabe 127
  • RegioCarl

ANTIGUA – EINE REISE ZU DEN EIGENEN WURZELN

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Fotos: Marc Grundmann Text: Saskia Polzin

Viele Leserinnen und Leser des CARL kennen Marc bereits durch seine Fotografien oder seine Auftritte als Tänzer. Diesmal geht es jedoch ein Stück weiter: Marc nimmt uns mit hinter die Linse und auf eine ganz besondere Reise – nach Antigua, auf eine Insel, die durch seine familiären Wurzeln schon immer ein Stück weit zu ihm gehört hat.

Gemeinsam mit seiner Partnerin wollte er Antigua nicht einfach nur als Urlaubsziel erleben. Sie wollten die Insel kennenlernen, ihre Menschen, ihren Alltag und vor allem die Seiten entdecken, die man als klassischer Tourist vielleicht nicht sofort zu sehen bekommt.

Und Antigua hat viel zu zeigen: bunte Häuser, leuchtende Farben, türkisblaues Wasser und eine tropische Schönheit, die fast unwirklich wirkt. Gleichzeitig ist die Insel voller Leben und Wärme. Besonders die Verbundenheit mit den Menschen vor Ort ist Marc aufgefallen. So sind die Strände der Insel öffentlich und für alle zugänglich. Auch dort, wo sich Fünf-Sterne-Hotels und luxuriöse Anlagen befinden, bleibt das Meer ein Ort für alle.

„Was mich beeindruckt hat, ist, dass die Menschen hier so selbstverständlich mitgedacht werden. Die Strände sind für alle da – auch wenn daneben ein Fünf-Sterne-Hotel steht.“

Doch wer Antigua abseits der touristischen Wege entdeckt, erlebt noch eine andere Seite. Da ist die Familie mitten auf der Insel, kleine Streetfood-Stände, buntes Treiben am Straßenrand und ein Alltag, bei dem Gemeinschaft ganz selbstverständlich dazugehört.

Wenn am Abend vor den Häusern auf den Stufen gesessen, Musik gehört, gemeinsam gegessen und gelacht wird, entsteht eine Atmosphäre, die schwer in Worte zu fassen ist. Es sind diese kleinen, ungeplanten Momente, die Marc besonders berühren: Menschen, die Zeit miteinander verbringen, Nachbarn, die sich austauschen, Musik, die aus einem offenen Fenster klingt – und mittendrin dieses warme Gefühl von Zusammengehörigkeit.

Dazwischen entdeckt man auch die Spuren des Lebens, die die Natur langsam wieder für sich beansprucht. Alte Autos stehen am Straßenrand, längst nicht mehr bewegt, während Pflanzen sich ihren Weg durch und um die Fahrzeuge bahnen. Antigua muss nicht überall perfekt sein, um schön zu sein. Vielleicht macht gerade dieses Nebeneinander aus Farben, Natur, Alltag und kleinen Unvollkommenheiten den besonderen Charme der Insel aus.

Für Marc wurde die Reise dabei immer mehr zu einer persönlichen Begegnung. In Deutschland fällt er als People of Colour im Alltag immer wieder auf. Auf Antigua war dieses Gefühl ein anderes. Zwischen Menschen, Familie, Musik und dem ganz normalen Leben entstand eine Vertrautheit, die sich nicht erklären musste.

„Es war einfach ein schönes Gefühl, dort zu sein. Vieles war neu für mich und gleichzeitig hatte ich das Gefühl, irgendwie dazuzugehören.“

Vielleicht war genau das das Besondere an dieser Reise: Marc hat nicht nur einen wunderschönen Teil der Welt entdeckt, sondern auch einen Teil von sich selbst. Er konnte seinen familiären Wurzeln näherkommen, Menschen kennenlernen und erleben, woher ein Teil seiner Geschichte kommt.

So wurde Antigua für Marc und seine Partnerin zu weit mehr als einem Urlaub. Es war eine Reise voller Farben, Begegnungen, Musik und Wärme – und für Marc ganz persönlich eine Reise zurück zu seinen Wurzeln.